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Portal "Berufliche Vorbereitung und Eingliederung"
 
 
 
 



Seit zwei Jahren arbeiten die Förderschulen in Bayern mit dem Konzept zur Förderdiagnostik im Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung, das gemeinsam vom Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus und der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit entwickelt wurde.
Mit diesem Konzept zum Übergang Schule-Beruf wurde es möglich, im Dialog mit der Regionaldirektion Bayern den Rahmen für die Berufsorientierung und Berufsberatung von Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf abzustecken. Ziel war es, Maßnahmen und Möglichkeiten aufzuzeigen, um in der Zusammenarbeit der Partner die berufliche Eingliederung der Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen.

Dieses Konzept zur Förderdiagnostik im Lernbereich Berufs- und Lebensorientierung wird seitdem durch einen Arbeitskreis weiterentwickelt, unter anderem um es auch für den Einsatz an Hauptschulen und an neue Entwicklungen im Bereich vorberuflicher Maßnahmen anzupassen.
Es umfasst in einer neuen Version nunmehr 55 berufsrelevante Kompetenzen, zu denen rund 250 unterschiedliche Ausprägungsstufen zur Auswahl angeboten werden, wodurch eine gleichermaßen umfassende wie differenzierte Aussage zum individuellen Kompetenzprofil des einzelnen Jugendlichen zustande kommt. Im Rahmen einer vom Sonderschullehrer frei zu formulierenden zusammenfassenden Beurteilung kann außerdem auf weitere für die berufliche Zukunft relevante, individuelle Besonderheiten des Jugendlichen hingewiesen werden.

Das bayernweit einheitliche Konzept enthält Aussagekriterien, die sowohl für die Schule, als auch für die Arbeitsverwaltung gleichermaßen Gültigkeit besitzen und die einerseits den Bedürfnissen und Erwartungen der Agentur für Arbeit, andererseits aber auch den Ansprüchen und Standards aus professioneller, sonderpädagogischer Sicht gerecht werden.

Ergänzt wird dieses Bemühen um bestmögliche Integration mittlerweile durch die Kooperationsvereinbarung zur Zusammenarbeit und Förderung sozial benachteiligter junger Menschen im Sinne des §13 SGB VIII (KMS Nr. IV.8-5 S 8305. 15-494 905 vom 15.09.2008). Hier wird die Notwendigkeit einer konstruktiven Zusammenarbeit von Förderschulen mit externen Partnern wie Jugend- und Sozialhilfe und Arbeitsagentur betont um eine passgenaue Anschlussmaßnahme am Übergang Schule-Beruf zur Verfügung stellen zu können.

In der Neufassung der VSO-F vom Oktober 2008 ist die Vorbereitung auf das Berufs- und Arbeitsleben in § 27 geregelt. In den Jahrgangsstufen 8 und 9 wird erneut die Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit zwischen Schule und Berufsberatung betont.

Als Kernstücke schulischer Dokumentation gelten weiterhin
der zusammenfassende Entwicklungs- und Leistungsbericht (vormals § 15 Abs. 1 Satz 5 VSO-F) nach § 27 Abs. 1 Satz 5, der spätestens mit dem Abschlusszeugnis der 9. Klasse, auf Verlangen des volljährigen Schülers bzw. seiner Erziehungsberechtigten auch früher, ausgehändigt wird und
das sonderpädagogische Gutachten (vormals § 15 Abs. 2 VSO-F) nach § 27 Abs. 3, das spätestens mit dem Zwischenzeugnis der 9. Jahrgangsstufe in doppelter Ausfertigung auszuhändigen ist. Soweit für eine Bewerbung erforderlich, kann es bereits zum Jahreszeugnis der 8. Klasse angefertigt werden.Der Praxiseinsatz des kostenlos zur Verfügung gestellten und eigens für die Dokumentation von Beobachtungen und die Erstellung des „Zusammenfassenden Lern- und Leistungsberichts“ sowie des „sonderpädagogischem Gutachtens“ entwickelten Computerprogramms erweist sich als zeitökonomisch und einfach anwendbar.